„Wird das Bekenntnis zu Leuth eine Luftnummer?“
admin | Mittwoch, Februar 17th, 2010 | 1 Comment »
Dies fragt sich der SPD-Stadtteilsprecher Christian Schürmann. Die letzten Nachrichten lassen nichts Gutes erahnen. Zuerst teilte der Bürgermeister mit, dass für die anstehende Dorfwerkstatt keine Studenten für Stadtplanung gewonnen werden konnten, dann folgte die Mitteilung, dass der Schulleiter Herr Tobrock die Grundschule verlassen wird und seit kurzem wird nach wiederholtem Einbruch in die Sparkasse über deren endgültige Schließung spekuliert.
Die Sparkassenfiliale in Leuth ist nach wiederholtem Einbruch bis auf weiteres geschlossen und soll dies womöglich auch bleiben. „Das ist nicht akzeptabel, weil gerade für die älteren Generationen eine ortsansässige Filiale sehr wichtig ist. Nicht jeder nutzt Online-Banking oder kann mal eben in den nächsten Stadtteil fahren um seine Bankgeschäfte zu erledigen. Sollte die Sparkasse in Leuth tatsächlich schließen, würde die Attraktivität als Wohnort für Familien vermindert. Dies muss unbedingt verhindert werden, denn auch eine Sparkassenfiliale gehört zur Grundversorgung“ , so Schürmann.
Im letzten Haupt- und Finanzausschuss teilte der Bürgermeister mit, dass der Leuther Grundschulleiter Herr Tobrock, zum Ende des Schuljahres, die Schule verlassen wird. „Das Herr Tobrock, den ich in persönlichen Gesprächen als sehr engagierten Schulleiter kennen gelernt habe, die Schule verlassen wird, ist sehr zu bedauern und kein gutes Signal für die Zukunft der Grundschule.“ In diesem Zusammenhang wiederholte die CDU ihre politische Absicht, die Grundschule in Leuth zu erhalten. „Den politischen Absichtserklärungen müssen nun Taten folgen, denn noch sind die Schülerzahlen stabil. Was geschieht aber, wenn der demographische Wandel voll zuschlägt? Dann könnten jegliche politischen Absichten ins Leere laufen.“
Nach aktuellem Schulgesetz und Verordnung des Schulministeriums NRW besteht für Grundschulen eine Mindestklassengröße von 18 Schülerinnen und Schüler.
Die Chancen und Möglichkeiten Leuths sollen in einer Dorfwerkstatt beraten und erörtert werden. Hierzu versprach die Stadtverwaltung im letzten Jahr, Studentinnen und Studenten zur Unterstützung zu gewinnen. Dieses Vorhaben ist leider gescheitert. Im Ausschuss für Stadtplanung fragte der Leuther Stadtverordnete Schürmann, ob denn nicht zumindest ein externer Experte gewonnen werden könne? Ein Blick von außen und zudem von einem Experten sei hier ratsam. Das Anliegen wurde ohne weitere Diskussion abgelehnt. „Mich wundert es schon, dass der Leuther Ortsvorsteher meinen Vorschlag im Ausschuss nicht unterstützt hat“, so Schürmann.
„Die letzten Ereignisse und der Blick in die nähere Zukunft machen eines sehr deutlich: die Marschrichtung für die anstehenden Beratungen zur Zukunft Leuths muss klar sein. Damit zumindest eine gewisse Grundversorgung in Leuth erhalten bleibt, müssen die Einwohnerzahlen steigen und dafür werde ich mich weiterhin engagiert einsetzen,“ so Schürmann weiter.
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